Regionale Spreelichter = nationalistische Irrlichter.

Auswirkungen eines maroden Bildungssystems?

Mit Verachtung blickt eine nationalistische Bewegung in der Region Oberspreewald-Lausitz auf all jene, die vor über 20 Jahren für Demokratie und gegen eine Diktatur auf die Straßen gingen: Die Lausitzer „Spreelichter“. Im Zuge dessen wird das Internet als Plattform gegen „politisch Inkompetente“ benutzt und durch nächtliches Plakatieren von Parolen der „Volkstod durch Demokratie“ verkündet.

Weil ihre Überzeugungen der „freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht entsprechen“ 1, propagieren sie die Entstehung eines neuen diktatorischen Regimes. Die Aussage, dass „sich Einzelne zu politischen Führern eignen“, lässt sich durch das Schlagwort „Führerprinzip“ wiedergeben. Momentmal: Das hatten wir doch schon mal in Deutschland! Wer damals nicht das richtige Blut in den Adern hatte oder dem Diktat Widerstand entgegensetzte, wurde ins Arbeitslager geschickt oder sofort aus dem Weg geräumt – Menschen mit einem Handicap, Juden und Kommunisten zuerst. Scheinbar haben sowohl die nationalistischen „Spreelichter“ als auch andere faschistische Gruppierungen nichts aus dem Geschichtsunterricht mitgenommen oder weder eine Schule noch eine Bibliothek von innen gesehen. So erscheinen die Brandstifter von gestern heute als Brandstifter der Gegenwart, die ihre menschenverachtende Feuerwalze erneut durch die Welt rollen wollen – Blut und Ehre für das deutsche Vaterland im 21. Jahrhundert?

Apropos Blut: Im Schatten der Thesen Sarrazins sind die „Spreelichter“ der Meinung, dass aufgrund einer „blutsmäßigen Verwandtschaft“ eine „Schicksalsgemeinschaft“ besteht. Aha! Die Linksjugend [`solid] Oberspreewald-Lausitz weiß zwar, dass Blut dicker als Wasser ist, jedoch nur in Gruppen mit einem bestimmten Rhesusfaktor unterteilt werden kann. Die „wahnsinnigen“, blutigen Unterschiede müssen wir im Biologie-Unterricht demnach alle versäumt haben:

Das größte Irrlicht der heutigen Zeit besteht jedoch darin, dass die kritikwürdigen sozialen wie bildungsmaroden Zustände in Deutschland durch die Renaissance eines demokratiefeindlichen Polit-Regimes beseitigt werden können. Unserer Meinung nach sind die Regeln des profitgierigen kapitalistischen Systems für die Misere der gesellschaftlichen Spaltung verantwortlich – und nicht die Blutgruppe einzelner Menschen. Wir sagen, die Zukunft liegt in einer direkt-demokratischen, sozialen Gemeinschaft, in der alle Mitglieder beste Bildungschancen vorfinden und sich emanzipatorisch in die Gesellschaft einbringen können. In diesem Sinne: Engagiert euch jungsozialistisch statt neofaschistisch!

Hast du Interesse an politischer Kompetenz?
Dann kontaktiere uns senftenberg@linksjugend-solid-brandenburg.de

  1. Alle markierten Zitate wurden den Publikationen der nationalistischen Gruppierung „Spreelichter“ entnommen. [zurück]
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