Wie der größte Naziaufmarsch Europas zur Geschichte wurde

Als wir 2010 das erste Mal einen Bus zu den Blockaden nach Dresden organisierten, hat niemand von uns und vom Bündnis „Dresden Nazifrei“ daran geglaubt, dass dieser Aufmarsch schon 2012 Geschichte sein würde. Der nach dem 2. Weltkrieg größte Aufmarsch von Faschisten in ganz Europa mit bis zu 7.000 Neonazis konnte zwei Jahre in Folge blockiert werden. Am Samstag den 18.02.2012 wurde die Anmeldung schon im Vorhinein von den Veranstaltern abgeblasen. Ziel erreicht, Dresden Nazifrei an diesem Tag. Etwa 10.000 Antifaschistinnen und Antifaschisten feierten an diesen Tag den Erfolg mit einer großen Demonstration vom Hauptbahnhof zum Haus der Begegnung in Dresden-Neustadt.

Die sächsische Regierung und Justiz zeigte gern, dass sie ein Problem mit dem legetimen Mittel des zivilen Ungehorsams in Form von Sitzblockaden hat. Neben Hausdurchsuchungen hagelte es erneut Anklagen gegen die Blockierer – auch gegen Abgeordnete der Linkspartei. Bodo Ramelow, Fraktionschef der Thüringer Linken, erhielt von der Staatsanwaltschaft Dresden einen Strafbefehl. Des Weiteren wurde die Immunität der sächsischen Bundestagsabgeordneten Caren Lay und Michael Leutert aufgehoben. Das heißt, die strafrechtliche Verfolgung wird gewährt. Deshalb fuhr die Linksjugend [`solid] OSL nicht nur zur Nazi-Blockade nach Dresden, sondern auch, um gegen die anhaltende Unterdrückung von Antifaschistinnen und Antifaschisten zu demonstrieren.

Wenn der sächsische Innenminister Ulbig (CDU) in einen Internetvideo sagt „Antifaschismus ist nicht die Antwort auf Geschichtsrevisionisten und Rechtsterroristen.“, dann sagen wir von der Linksjugend: Doch, Antifaschismus ist die Antwort! Es ist die Antwort und ein Zeichen, gegen Rassismus und mörderischen Nationalismus auf die Straße zu gehen: In Dresden, Cottbus oder anderswo. Wir werden auch weiterhin blockieren: gemeinsam, friedlich und entschlossen.

In diesem Sinne: No pasarán – Lasst sie nicht durch.

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